Undead - Kritik 16.08.2009

 

Der australische Versuch, eine trashige Zombiekomödie zu produzieren, scheitert bereits an den grundlegendsten Dingen: Die Darsteller sind unterirdisch schlecht, die CGI-Effekte Größenteils billig, die Action ist lahm und langweilt und irgendwie will der Film so gar nicht in Fahrt kommen.

 

Ein Kometenhagel geht auf das beschauliche Dörfchen Berkley nieder und verwandelt dessen Bewohner in gehirnhungrige Zombies. Protagonistin Rene (Felicity Mason) trifft auf der Flucht auf eine Gruppe Überlebender, darunter der Waffennarr Marion (Mungo McKay), der anscheinend mehr über die mysteriösen Ereignisse weiß, als er zugeben will.

 

Es fängt schon bei den einfachsten Dingen an: "Undead" wirkt dank billiger Bildbearbeitung und ständig wechselndem Stil wie eine Amateurproduktion. Die CGI-Effekte sind wechselhaft, es gibt einige sehr schöne Animationen zu sehen, der überwiegende Teil kann leider nicht überzeugen. Mit den Splattereffekten, mit denen auch in diesem Zombiefilm nicht gegeizt wird, verhält es sich ähnlich: Von gelungen bis unterirdisch ist alles dabei. Die Action ist wie gesagt lahm, was am schlechten Schnitt und den teils ideenlosen Einstellungen liegt. Einige gute Einfälle sind erkennbar, wurden aber meist stümperhaft inszeniert. Die Darsteller schaffen es nicht, ihren Figuren Tiefe oder etwas Unverwechselbares zu verleihen. Einzig Mungo McKay als Waffenfreak Marion kann aus der Menge hervorstechen und liefert eine gute Performance ab. Auf sein Konto gehen dann auch die meisten Lacher, er hat definitiv die coolsten Szenen und ist eigentlich der einzige Grund, warum ich den Film nicht vorzeitig abgeschaltet habe.

 

Dabei ist die Grundidee spannend. Im Laufe des Films entwickelt sich mehr Story, als man das von so einem Film erwarten würde, es gibt die ein oder andere Wendung im Geschehen und der Spannungsbogen würde auch passen, wäre das Ganze nicht mit Masse so schlecht inszeniert.

 

Was bleibt, ist ein cooler Mungo McKay, einige sehenswerte Splatter- sowie CGI-Effekte, einige gute Einfälle und zwei, drei zündende Gags. Das reicht meiner Meinung nach aber nicht, um 104 Minuten kostbare Lebenszeit mit diesem Film zu verschwenden. Der komplette Film wird in völliger Langeweile ertränkt. Und um als Trashgranate durchgehen zu können, ist "Undead" einfach zu lahm.

 

1/5 Lenkradsperren für "Undead".

 

 

 

 

 

Kommentar schreiben

0 Kommentare

  • loading