Spiel ohne Regeln - Kritik vom
27.06.2008
Der Film "Spiel ohne Regeln" aus dem Jahre 2005 ist das Remake von "Die härteste Meile" von 1974, im englischen heißen beide Filme "The Longest Yard".
Ex-Profi-Footballer Paul Crewe (Adam Sandler) muss nach einer Autofahrt unter Alkoholeinfluss, die in einer Massenkarambolage endet, ins Gefängnis. Dort wird er vom Gefängnisdirektor Warden Hazen (genial: James Cromwell) mehr oder weniger dazu gezwungen, mit seinen Mithäftlingen eine Mannschaft aufzustellen, die schließlich gegen die Mannschaft der Wärter antreten soll. Ziel ist es eigentlich, von den Wärtern vernichtend geschlagen zu werden, doch Paul begreift mehr und mehr, dass seine Häftlingsmannschaft tatsächlich eine Chance hat.
"Spiel ohne Regeln" strotzt nur so vor superlustigen Charakteren und guten Gags. Des Öfteren hatte ich Tränen in den Augen, besonders wenn mal wieder einer der abgedrehten Knastis im Bild ist. Da wäre zum Beispiel Turley (gespielt vom Wrestler Dalip Singh), mehr Gorilla als Mensch. Da wäre der gutmütige Riese Switowski (Bob Sapp) und viele mehr! Burt Reynolds (der übrigens im Original den Paul Crewe spielte) und Chris Rock machen die Besetzung perfekt.
Die "Actionszenen" sind richtig schön in Szene gesetzt. Oft darf der Zuschauer in Zeitlupe verfolgen, wie beim Football einer der Spieler spektakulär getackelt und durch die Luft geschleudert wird, unterstützt wird das ganze von brachialen Sounds. Überhaupt ist der Film schön anzusehen, stilsicher gedreht in tollen Kulissen. Die staubige Wüstenstimmung des Gefängnisses kommt beim Zuschauer ebenso an wie die Bombenstimmung im Football-Stadium. Auch der Soundtrack verdient ein Lob, immer passend eingesetzt und meist aus bekannten Songs bestehend.
Einzig der ein oder andere uralte Gag, den man genau so wohl schon tausend Mal gesehen hat, das Drehbuch, das an einigen Stellen für kleinere Logiklöcher und Ungereimtheiten sorgt und das doch sehr krasse Product-Placement (zum Beispiel die Xbox-Spiele Halo 2 und Links, die irgendwie gar nicht in den Film passen) sorgen für leichte Punktabzüge, doch das macht weiter nichts, denn dieser Film macht vor allem eines: Unterhalten!
Ich vergebe 4/5 Knastis.
1 Kommentar
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#1
Also da stimme Ich dir zu Jill, der Film ist höchstenteils einfach nur hammerlustig.Und super-amüsante Story.
