Shoot 'Em Up - Kritik vom 12.07.2009
Nicht umsonst ist "Shoot 'Em Up" wie das gleichnamige Videospielgenre tituliert, in dem es einfach nur darum geht, ordentlich herumzuballern. In "Shoot 'Em Up" sterben mehr Menschen als in jedem ernsthaften Actionfilm. Karotten werden als Waffen missbraucht, Hauptdarsteller Clive Owen führt aberwitzige Stunts aus, um sich seiner Gegner zu entledigen. Drum herum eine Story, die nur Mittel zum Zweck ist, das stört aber nicht weiter. Im Mittelpunkt steht hier Action, Action, Action. Es dauert keine Minute, bis die erste Schießerei losgeht. Immer untermalt durch bekannte Rockstücke ballert, prügelt und bastelt sich Clive Owen (der den Protagonisten hier genial spielt!) durch 80 Minuten pure Unterhaltung.
Ich gebe zu, man muss sich darauf einlassen, dass "Shoot 'Em Up" jeder Logik strotzt, aber es funktioniert. Die Charaktere sind herrlich skurril und gut ausgearbeitet, vor allem Paul Giamatti als Antagonist gefällt vom ersten Auftritt an und mimt die perfekte Verkörperung einer "Pussy mit einer Waffe", wie es im Film so schön heißt. Monica Bellucci als extravagante Prostituierte fügt sich wunderbar in das Geschehen ein. Der Film strotzt vor innovativen Ideen, tiefschwarzem Humor und genialen Actionszenen.
Einzig die manchmal verbesserungswürdigen CGI-Effekte und der starke Einsatz von CGI-Blut (auch wenn es hier deutlich besser aussieht als in vielen anderen Filmen) gibt Anlass zur Kritik.
Trotzdem: Mir bleibt nur zu sagen: Genialer Actioner, geiler Humor! Anschauen! 5/5 Karotten!
