Resident Evil: Degeneration - Kritik vom 18.08.2009
Resident Evil: Degeneration ist ein weiterer Filmtitel aus dem gleichnamigen Videospiel-Universum, wobei dieser Film keineswegs die Reihe um Hauptdarstellerin Milla Jovocich fortsetzt, sondern einen Neubeginn wagt. Unter japanischer Flagge (ebenso wie die Videospiele) ist hier ein völlig am PC entstandener Film produziert worden.
Die Optik kann sich durchaus sehen lassen. Die Charaktere sind Größenteils sehr detailliert, die Umgebungen sind liebevoll gestaltet und die Elemente Feuer und Wasser sehen tatsächlich atemberaubend aus. Die Animationen hingegen wirken manchmal hölzern und holprig, die Figuren bewegen sich oft ungelenk und verhalten sich in Bezug auf physikalische Gesetze unrealistisch.
Die Handlung ist einfach gestrickt. Claire Redfield und Spezialagent Leon S. Kennedy (beide bekannt aus den Videospielen) stehen im Mittelpunkt der Handlung. Sie finden sich auf einem Flughafen wieder, der Opfer eines biologischen Terrorangriffs wird. Der sogenannte T-Virus wird freigesetzt, der Menschen in strunz dumme, gefräßige Zombies verwandelt. Mitten im Chaos finden die beiden heraus, dass doch mehr hinter der Sache steckt als anfänglich vermutet.
Die Story verzichtet auf überaschende Wendungen oder intelligente Dialoge, der Film soll wohl durch die Action und die Optik getragen werden. Ich habe wirklich nichts dagegen, wenn ein Actionfilm keinen Hintergrund auf dem Niveau einer Doktorarbeit bieten kann, allerdings überschreitet „Resident Evil: Degeneration“ mehr als einmal die Grenze der Dämlichkeit. „Angela, du bist nicht alleine. Ich bin immer bei dir!“, erklärt Leon einer weiteren Protagonistin, bevor sie sich auf getrennte Wege begeben. Bei so viel Kitsch und Hirnrissigkeit rollen sich mir die Fußnägel hoch. Welcher normale Mensch spricht denn so? Vielleicht verschließt sich mir der Film, weil ich seit jeher eine Abneigung gegenüber den Machwerken aus Fernost empfinde. Ich habe bisher erst sehr wenige Filme aus Asien gesehen, mit denen ich wirklich etwas anfangen konnte. Vielleicht ist die Art der Asiaten, speziell der Japaner, eine Geschichte zu erzählen, bloß zu „anders“ für mich. Jedenfalls kann ich mit „Resident Evil: Degeneration“ genauso wenig anfangen wie mit Dragonball oder den Hongkong-Actionstreifen.
Der Film ist ein reinrassiger Actionfilm. Horrorelemente, für die die Spiele bekannt sind, sucht man vergebens. Zombies werden zu Hauf abgeschlachtet, dazwischen entledigen sich die Protagonisten auch anderer Monster. Die Action ist bleihaltig, „Degeneration“ bietet einige wirklich gelungene Einstellungen und Szenen (besonders der Zeitlupeneffekt ist stimmig eingesetzt worden). Allerdings sind die Kampfszenen mit Masse lahm und undynamisch. Meistens kämpfen die Helden eben doch nur gegen strunz dumme Zombies, die sich mit gefühlten 2 km pro Stunde bewegen und wirken, als hätten sie eine Tonne Schlaftabletten gefressen.
Das Design der Zombies und Monster kann allenfalls als uninspiriert gewertet werden. Die Viecher in „Degeneration“ haben rein gar nichts Bedrohliches, Beängstigendes an sich. Das Obermonster schaut aus wie eine Actionfigur aus den 80ger Jahren.
Bleibt abschließend zu sagen, dass die zu großen Teilen beeindruckende Optik dann doch für einiges entschädigt und den Film letztlich rettet. Anschauen kann man „Resident Evil: Degeneration“ auf jeden Fall. Aber es ist eben nicht der Film geworden, der ein Film mit dem Namen Resident Evil hätte sein können.
Ich vergebe abschließend 2/5 rollende Köpfe.
1 Kommentar
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#1
Ihoo! Ich bins
Kenn den Film auch. Der Obermotz stammt glaub ich aus Resident Evil 3 oder 2. Deswegen sieht er auch wie eine Actionfigur aus den 90ern es waren die 90er! Naja egal selbst für Japanoscheiß den ich mir ab und zu reinzieße ist der Film mäßig. Da kann ich euch das CGI Feuerwerk "Vexille" empfehlen ist ähnlich aber nicht ganz so stupide. aber ich fürchte da werden dir auch deine Fußnägel kräuseln.(Da du Asia Kino richtig magst kann wird der "Korean Job" wohl zuviel für dich sien eine sehr schlechte Kopie des Italien Jobs)
MfG T.K. 