Rambo III - Kritik vom 27.06.2008

 

Version: Uncut (97 Min.)

 

In "Rambo III" übernahm Sylvester Stallone zum dritten Mal die Rolle des John Rambo, ein vom Krieg verwüsteter Mann. Unter der Regie von Peter MacDonald entstand ein für damalige Verhältnisse extrem teures Actionspektakel, das zwar nicht mehr viel mit der ursprünglichen Idee von Rambo zu tun hat, als hirnloses Actionmovie aber super funktioniert.

 

John Rambo sucht in einem thailändischen Kloster nach innerem Frieden. Als jedoch sein ehemaliger Mentor Col. Trautmann (kultig: Richard Crenna) in Afghanistan in russische Gefangenschaft gerät, zieht er erneut in den Krieg.

Charaktertiefe, Logik oder eine ausgeklügelte Story sucht man hier vergebens. Dafür nietet Rambo Russen am laufenden Band um, der Bodycount schnellt rasch in den dreistelligen Bereich. Massig Explosionen und einige gelungene Schlägereien machen das Actionspektakel perfekt. Überhaupt, die Action ist sehr solide, es geht nach dem ersten Filmdrittel permanent ab, in diesem Punkt sucht der Film Seinesgleichen.

 

Was negativ auffällt, ist eigentlich nur die Tatsache, dass der Film die ganze Zeit über absolut ernst bleibt, was ihm bei der Lächerlichkeit des Gezeigten jegliche Glaubwürdigkeit nimmt. John Rambo zerlegt im Alleingang ein ganzes russiches Fort, erschießt unzählige Gegner, während tausend Kugeln an ihm vorbeizischen und alles um ihn herum in Stücke schießen - warum nicht? Selbst ein glatter Durchschuss im Nierenbereich schränkt ihn in keiner Weise ein. Dass das Ganze dabei ohne jegliche Ironie präsentiert wird, steigert eigentlich nur noch den Unterhaltungswert des Films und ordnet ihn somit eindeutig in die Schublade "Trash" ein, was sicher nicht im Sinne der Macher war. Trotzdem, der geneigte Zuschauer, der auf gute, alte, handgemachte Action kombiniert mit dem Mimik-Wunder Stallone steht, ist bei "Rambo III" genau richtig. Einige coole Sprüche und die schon peinliche Zuordnung von Gut und Böse tun ihr Übriges und die Aussage vor dem Abspann, dieser Film sei den afghanischen Freiheitskämpfern gewidmet, ist dann der aller größte Brüller.

 

Wer auf hirnlose Action und krasse Gewaltdarstellung steht, ist gut bedient, alle anderen ziehen noch mal 2 Punkte von meiner Wertung ab. Ich zumindest stehe ab und zu einfach mal auf hirnlose Action ...

 

Ich vergebe somit 3/5 Trashgranaten.

 

 

 

 

 

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