Bruchlandung - Kritik vom 27.09.2009

 

Version: Vertonte Fassung

 

1928 tauchte Disneys bekannteste Trickfigur erstmals in einem Zeichentrickfilm auf. In „Plane Crazy“ („Bruchlandung“) übernimmt die quirlige Maus Micky gleich die Hauptrolle und versucht verzweifelt, ein selbst gebautes Flugzeug zu fliegen, um Dauerfreundin Minnie zu imponieren. Leider will das Fluggerät nicht so wie Micky will…

 

Im März 1928 erst als Stummfilm erschienen, wurde „Plane Crazy“ nach dem Erfolg des Tonfilms „Steamboat Willie“ nachträglich vom Komponisten Carl Stalling vertont.

 

„Plane Crazy“ punktet durch den unverwechselbaren Disney-Humor, die genialen Zeichnungen und die guten Gags. Interessant ist auch, wie sehr sich Mickys Charakter im Laufe der Jahre verändert hat. Während er heute die Liebenswürdigkeit in Person ist, die keiner Fliege etwas zu Leide tut, kann er in „Plane Crazy“ noch ziemlich fies sein, um zu bekommen, was er will.

Man merkt dem Film seinen Ursprung als Stummfilm zwar an, und es gibt einige Anschlussfehler im Schnittbereich, allerdings kann man das einem Zeichentrickfilm dieses Alters gerne verzeihen und eigentlich macht es „Plane Crazy“ nur noch sympathischer. Auf der anderen Seite zeigt der Film aber auch deutlich, was Disney damals schon konnte, und das war eine ganze Menge: So gibt es rasante Egoperspektiven aus Sicht des Flugzeugs und die erste Kamerafahrt in einem Zeichtrickfilm überhaupt. Walt Disney spendierte seiner ersten Zeichentrickfigur, Felix dem Kater, übrigens einen Cameoauftritt.

 

Ich vergebe 5/5 Dackelmotoren für ein kleines Meisterwerk!

 

 

 

 

 

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