Lesung am 12.09.2009 - Berichterstattung

Am 12.09.2009 fand meine aller erste Lesung überhaupt statt. Im kleinen Kreis von circa 20 Interessierten las ich aus meinem Roman Fleischfresser. George Joosten, Besitzer des Stehcafes, trumpfte mit Bockwürsten und Frikadellenbrötchen auf und zauberte so ein Lächeln in die Gesichter der hungrigen Anwesenden. Sebastian Zimmermann unterstützte mich beim Lesen. Er las die Dialoge und Gedankengänge der Charaktere. Somit konnten wir durch den Einsatz zweier unterschiedlicher Stimmen die Zuhörer erfolgreich vom Einschlafen abhalten. Wir hatten den Ort der Lesung zuvor großräumig abgesperrt und vermint, somit war jede Flucht sowieso zwecklos.  

 

Wir gaben insgesamt vier Kapitel zum Besten und beantworteten die Fragen der Zuhörer, auch wenn das nicht immer einfach war. Ein Zuhörer warf in die Runde, die Roboter in meinem Roman würden sich nicht entsprechend des 1. Robotergesetzes nach Isaac Asimov verhalten.

Wat is los?? Ich stand da wie ein Ochs vorm Berg und konnte erst einmal nur mit einem fragenden Blick antworten, bevor ich dann mit einem schnippigem "Ja, das stimmt" die Situation rettete.

 

George Joosten

Gut, jetzt hab ich es gegoogelt, jetzt bin ich schlauer! Isaac Asimov stellte in seiner Kurzgeschichte „Runaround“ aus dem Jahre 1942 drei Robotergesetze auf. Das 1. Gesetz lautet demnach: Kein Roboter darf ein menschliches Wesen (wissentlich) verletzen oder durch Untätigkeit gestatten, dass einem menschlichen Wesen (wissentlich) Schaden zugefügt wird.

 Allerdings halten sich ja nicht einmal reale Roboter an dieses Gesetz, siehe da automatische Waffensysteme, Kampfdrohnen etc. Somit kann ich ruhigen Gewissens behaupten: Auch meine Roboter halten sich nicht daran, ansonsten würde die ganze Geschichte auch gar nicht funktionieren. Schließlich konnte ich den Fragenden doch noch überzeugen, dass sich meine Roboter „logisch“ verhalten.

 

Insgesamt verlief die Lesung sehr gut. Einige Zuhörer kamen nicht umhin, ein signiertes Exemplar von Fleischfresser zu ergattern; schließlich bat ich darum, möglichst viele Bücher zu kaufen, damit im nächsten Jahr vielleicht nicht mehr ein langweiliger Citroen, sondern ein Porsche vor meiner Haustüre steht.

 

Die geneigte Zuhörerschaft

 

Mein Dank gilt an dieser Stelle meinem Vater Jürgen Münstermann für sein Engagement sowie Sebastian "Mahnski" Zimmermann und George Joosten, ohne die der Abend nicht so erfolgreich geworden wäre, wie er letztlich geworden ist.