I am Legend - Kritik vom 27.06.2009

 

Version: Kinofassung

 

Mit "I am Legend" bedient sich Hollywood einmal mehr der mittlerweile sehr beliebten Methode, Remakes zu ehemals erfolgreichen Filmen zu produzieren, um ein zweites Mal mit der gleichen Idee abzuräumen (ein Zeichen, dass Hollywood die Ideen ausgehen?).

 

Robert Neville (Will Smith) ist der scheinbar letzte Mensch auf Erden. Gemeinsam mit seinem Schäferhund Sam lebt er in den leblosen Straßen New Yorks. Tagsüber streift er umher auf der Suche nach Nahrung, nachts jedoch verbarrikadiert er sich in seiner Wohnung, den nachts kriechen die lichtscheuen "Infizierten" aus ihren Löchern auf der Suche nach Nahrung. Und Robert Neville steht auf ihrem Speiseplan.

Die Hintergründe zu der im Film beschriebenen Situation werden nur angerissen. Ein vermeintliches Krebsheilmittel scheint die Menschheit beinahe ausgerottet zu haben, nur einige wenige starben nicht, sondern wurden zu Infizierten. Neville hingegen scheint immun.

 

Der große Pluspunkt von "I am Legend" ist definitiv dessen Atmosphäre. Die Geisterstadt New York wirkt beängstigend, die Bilder sind einfach nur faszinierend. Die Spannung erdrückt den Zuschauer quasi, kurze Rückblenden erklären bruchstückartig, wie es zu der Katastrophe gekommen ist. Die Szenen mit den Infizierten bieten einige Schocker und wirken rundum beängstigend. Die Atmosphäre insgesamt ist unbeschreiblich, der Film hat mich über die gesamte Dauer in seinen Bann gezogen.

 

Beeindruckend ist auch der für Hollywood ungewohnte Anspruch. Es geht um Fragen, wie das Sozialwesen des Menschen und ob ein Mensch überhaupt allein sein kann. Der Film bietet einige interessante Szenen, um diesen Fragen auf den Grund zu gehen.

 

Will Smith trägt natürlich auch einen Teil zur Atmosphäre bei, sein Spiel ist fantastisch und überzeugt in jeder Szene.

Einzig die Beschränkung auf CGI-Effekte bei der Darstellung der Infizierten und der Umgebung zerrt ein bisschen an dem positiven Gesamtbild. Man sieht halt immer noch, dass das Ganze nur aus dem Computer kommt und teilweise werden die Effekte einem Film dieser budgetmäßigen Größenordnung nicht gerecht. Trotzdem, da wirklich alles aus dem Computer kommt und auf reale Effekte komplett verzichtet wurde, wirkt es trotz alledem wie aus einem Guss und man gewöhnt sich schnell daran.

 

Insgesamt ist "I am Legend" eine runde Sache. Ich habe ihn sicherlich nicht zum letzten Mal gesehen! 4/5 Vampire für "I am Legend".

 

 

 

 

 

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