James Bond:
Goldfinger - Kritik vom 23.06.2009
"James Bond: Goldfinger" ist für viele DER Bond-Film überhaupt. Dies kann ich auf der einen Seite gut nachvollziehen, hat er doch alles, was man heute mit Bond verbindet: Einen charismatischen Oberschurken, genial gespielt von Gert Fröbe, der mit einem kuriosen Plan die westliche Wirtschaft lahmlegen möchte. Der böse Handlanger, ein stummer Koreaner, der mit messerscharfen Melonen (der Hut, nicht die Frucht) wirft und seinem Boss treu ergeben ist. Die typischen Bond-Gadgets, überreicht von dem immer um seine Erfindungen besorgten Q; ein Bond-Auto, und nicht nur irgendein Auto, sondern ein Aston Martin, vollgestopft mit Waffen und Extras. Eine Handvoll Bondgirls, allesamt attraktiv und diesmal teilweise sogar auf der bösen Seite stehend. Die typischen Reibereien mit M und Moneypenny und schließlich Sean Connery, der sowieso der Ur-Bond schlechthin ist. Mit gewohnt flotten Sprüchen und viel Charme weiß er einmal mehr zu überzeugen.
Doch trotzdem, mir persönlich hat "Goldfinger" nicht ganz so gut gefallen wie seine beiden Vorgänger. Natürlich, die Action ist überzeugend, den Schurken hätte ich noch weitere Stunden zuschauen können, so genial werden sie gespielt und verkörpert von den jeweiligen Darstellern. Die Dialoge sind einmal mehr spritzig und treffend.
Trotzdem kam mir der Film zu langatmig vor, oft plätscherte
die Handlung nur so vor sich hin ohne erkennbare Höhepunkte und der Part, in dem Bond gefangen gehalten wird, ist deutlich zu lang. Auch ist mir dieser Film einfach zu unlogisch. Klar, über Logik in
Filmen kann man sich streiten, aber bei mir gibt es eine bestimmte Grenze, die dieser Film mehrmals überschritten hat.
Wenn die böse Gespielin von Goldfinger alias Gert Fröbe, die absolut überzeugt ist, von dem was sie da tut, nach einer Nacht mit Bond plötzlich ihre Meinung ändert und auf die gute Seite wechselt,
ist das schon sehr an den Haaren verbeigezogen. Überhaupt wirkt der ganze Plan Goldfingers und dessen Durchführung in sich nicht schlüssig und irgendwo teils einfach schwachsinnig.
Trotz der Mängel hat auch dieser Film seine Momente und Bond weiß einmal mehr zu überzeugen. Besonders über den Running Gag mit Bonds Hut, der sich durch alle Connery-Teile zieht, kann ich immer wieder herzhaft lachen.
Somit ist "Goldfinger" nicht perfekt, aber auch noch lange kein schlechter Film. Unterhalten wird man über weite Strecken doch sehr gut.
Ich vergebe letzendlich 3/5 Goldbarren
