Der galoppierende Gaucho - Kritik vom 28.09.2009
Version: Vertonte Fassung
„Der Galoppierende Gaucho“ war Disneys zweiter Kurzfilm mit Micky Maus, der, erst noch als Stummfilm produziert, im August 1928 floppte, und dann nach dem Tonfilm Steamboat Willie und der nachvertonten Fassung von Bruchlandung ebenfalls nachvertont doch noch Erfolg feierte.
In „Der Galoppierende Gaucho“ spielt Micky den gesuchten Banditen Gaucho, der in einer Absteige auf Minnie trifft, die kurz darauf von Kater Karlo (damals noch Pete) entführt wird. Gaucho nimmt natürlich sofort die Verfolgung auf. Das Setting erinnert an Mexico im vorletzten Jahrhundert.
Zum Glück hatte Walt Disney sich dazu entschieden, diesen Film noch einmal nach zu vertonen, denn gerade die witzigen Soundeffekte und der wirklich gelungene Soundtrack perfektionieren dieses kleine Meisterwerk. Die Musik stammt aus der Feder von Carl Stalling, der auch schon für Steamboat Willie und Bruchlandung sehr schöne Stücke komponiert hatte.
Insgesamt ist auch „Der galoppierende Gaucho“ ohne Zweifel ein frühes Glanzstück von Disney. Die Gags sind super und die Animationen witzig und einfallsreich. Außerdem bietet der Film ganz nebenbei und ungewollt einen tiefen Einblick in damalige Sittenregeln. Micky raucht, trinkt Alkohol und ist als gesuchter Verbrecher trotzdem der strahlende Held des Cartoons. Undenkbar in heutigen Zeichentrickfilmen.
Fazit: Wirklich jeder sollte sich sechs Minuten Zeit nehmen, um dieses kleine schwarzweiß-Meisterwerk nachzuholen. 5/5 betrunkene Straußenvögel!
