James Bond: Feuerball - Kritik vom 23.06.2008

 

Bei "James Bond: Feuerball" nahm einmal mehr Terence Young, der bereits für die ersten beiden Bond-Streifen verantwortlich zeichnete, auf dem Regiestuhl Platz.

In "Feuerball" ist James Bond (Sean Connery) dem zur SPECTRE-Organisation gehörenden Verbrecherboss Largo (Adolfo Celi) in den Bahamas auf der Spur. Dieser soll im Besitz von zwei Atombomben sein. Largo droht, zwei westliche Großstädte auszuradieren, wenn die britische Regierung das Lösegeld von 300 Millionen Pfund nicht zahlt.

 

Ich mag den ersten Bond-Film, ich bin begeistert vom Zweiten und auch der Dritte ist in Ordnung. Mit "Feuerball" aber kam zum ersten Mal Langeweile auf.

 

Das liegt zum einen an dem unsympathischen und unprägnanten Bösewicht Largo, dessen einziges Merkmal eine Augenklappe ist (wie innovativ). Largo wirkt einfach nicht, ebenso wenig seine Handlanger, allesamt austauschbare Gestalten. Die Bondgirls sind ganz nett, können aber auch nicht mit ihren Kolleginnen aus den vorigen Filmen mithalten, dafür fehlt es ihnen an Ausstrahlung und Tiefe. Insgesamt wirkt der Film langatmig, die Handlung plätschert so vor sich hin, ohne nennenswerte Höhepunkte. Die Actioneinlagen sind spärlich gesät, überzeugen aber voll und ganz, auch wenn sie mit der Logik nicht immer einer Meinung sind (Ein Schnellboot rast ungebremst gegen aus dem Wasser ragende Felsen und explodiert in dem Moment, indem es das Gestein berührt...naja, das ist halt Bond). Doch auch sonst fallen einige Logiklöcher negativ auf. Schade ist auch, dass man wieder einmal so gut wie nichts über die geheimnisvolle SPECTRE-Organisation erfährt.

 

Verstehen Sie mich nicht falsch, nicht alles ist schlecht an diesem Film. Die Sprüche von Bond sind mal wieder genial und an Doppeldeutigkeit kaum zu übertreffen, die üblichen Reibereien mit Q, M und Moneypenny sind ebenfalls wieder drin. Die Dialoge können Größenteils überzeugen und die spektakuläre Unterwasser-Massenschlacht gegen Ende ist auf jeden Fall sehenswert.

 

Trotzdem, es kommt zwischendurch einfach zu oft Langeweile auf. Genau das macht "Feuerball" zu einem der schwächeren Bond-Filme. Wenn auch insgesamt kein schlechter Film, so reicht es bei mir doch nur fürs untere Wertungsmittelfeld.

 

Daher vergebe ich nur 2/5 Haien.

 

 

 

 

 

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