Ausnahmezustand - Kritik vom 21.09.2008
Denzel Washington, Annette
Bening, Tony Shalhoub und Bruce Willis spielen hier in einem sehr spannenden und gleichzeitig bedrückenden Thriller, der durch sein Thema Terrorismus immer noch erschreckend
aktuell ist. Zur Story:
In New York werden hintereinander mehrere Bombenanschläge verübt, die Stadt versinkt im Chaos. Agent Hubbard (Denzel Washington) und sein Team versuchen verzweifelt, die letzten Terror-Zellen
auszuschalten, bevor weitere Anschläge verübt werden. Unterstützt werden sie dabei von Sharon, einer undurchsichtigen CIA-Agentin, die augenscheinlich ganz eigene Ziele verfolgt. Als in New York der
Ausnahmezustand erklärt wird und die Armee einmarschiert, eskaliert die Situation endgültig.
Dieser Film hat rundherum fast alles richtig gemacht. Die Darsteller spielen allesamt überzeugend, besonders Bruce Willis und Tony Shalhoub (Der Kerl aus "Monk") wissen zu gefallen. Die
Dialoge sind treffend, einige flotte Sprüche lockern besonders am Anfang die sonst so ernste Atmosphäre auf. Insgesamt lebt der Film von der erdrückenden Stimmung des im Chaos versunkenen New York,
die Bilder erinnern unweigerlich an den 11.09 (der ja erst 3 Jahre nach der Produktion des Films stattfinden sollte) und der immensen Spannung. Die wenigen Action-Einlagen sind solide gemacht und
erinnern vom Stil her an „Stirb Langsam 3“, was mir sehr gut gefallen hat. Einzig das Ende ist etwas unbefriedigend, denn ein Patentrezept vermag auch der "Ausnahmezustand" nicht zu liefern. Trotzdem
ein sehr empfehlenswerter Film mit einer zum Nachdenken anregenden Botschaft im Gepäck und dem unbezahlbaren Bruce-Willis-Bonus. Der Mann rockt einfach!
Ich vergebe satte 4/5 spannenden Shootouts.
